Glossar

Wer sich mit Begriffen, wie Beratung, Kompetenz, Coaching und Consulting näher befasst, wird oftmals mit Überschneidung zu benachbarten Begriffen konfrontiert. Ziel dieses Glossars ist es, einige Anhaltspunkte zu diesen Begriffen zu liefern. Wir orientieren uns an der Erwachsenenbildung, dem schulischen Umfeld und der betrieblichen Weiterbildung.

Beratung
Der Begriff Beratung bezeichnet eine praktische Anleitung, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen oder sich der Lösung anzunähern.

Bildung
Dieses Wort definiert entweder einen Zustand oder einen Prozess. Der moderne dynamische und ganzheitliche Bildungsbegriff steht für den lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen, bei dem er seine geistigen und lebenspraktischen Fähigkeiten sowie seine Handlungskompetenzen erweitert.

Bildungsmanagement
Unter Bildungsmanagement versteht man Aktivitäten mit deren Hilfe Lehr- und Lernprozesse initiiert, geplant, durchgeführt und ausgewertet werden.

Coaching
Hierbei handelt es sich um einen ziel- und personenorientierten Beratungs- und Begleitungsprozess, mit dessen Hilfe für den Coachee eine für ihn akzeptable Lösung erarbeitet wird.

Eignung
Der Begriff der Eignung weist eine Reihe von Parallelen mit dem Kompetenzbegriff auf: Er berücksichtigt die Anforderungen der Arbeitstätigkeit, und bezieht sich auf die soziale Rolle in einem Unternehmen (vgl. Lang-von Wins 2003, S. 588 - 590)

Fachkompetenz
Fähigkeit und Bereitschaft, die berufstypischen Aufgaben fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich zu bewältigen. Zur Fachkompetenz gehören: fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse, Erfahrungen, Verständnis fachspezifischer Fragestellungen und Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, fachliche Probleme technisch einwandfrei und zielgerecht zu lösen.

Fähigkeit
Eine Fähigkeit ist eine Potenz zur Ausführung einer Handlung. Sie bezeichnet
eine Relation zwischen einer Person und den von ihr vorgefundenen Handlungs-bedingungen (vgl. Lompscher zit. in Heyse/Erpenbeck 2009, S. 4).
Eine Kompetenz setzt unter anderem Fähigkeiten voraus.

Handlungskompetenz
Unter Handlungskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, aufgabengemäß, zielgerichtet, situationsbedingt und verantwortungsvoll betriebliche Aufgaben zu erfüllen und Probleme zu lösen, und zwar - je nach arbeitsorganisatorischen Gegebenheiten und Erfordernissen - entweder allein oder in Kooperation mit anderen. Handlungskompetenz bedingt insbesondere: Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz.

Inhouse-Schulung
Durch einen externen Bildungsanbieter durchgeführte Qualifizierung, die für die Mitarbeiter eines Unternehmens, in der Regel auch in den Räumlichkeiten des Unternehmens, durchgeführt wird. Weil sich der Teilnehmerkreis ausschließlich aus Mitarbeitern eines Unternehmens zusammensetzt, können Firmenseminare die spezifischen betrieblichen Gegebenheiten in stärkerem Maße berücksichtigen als offene Seminare.

Inkompetenz
Eine Person versteht den Grund, das Ziel und den Inhalt einer Handlung nicht und erkennt die eigenen Defizite nicht oder hat ein Problem, sie zu erkennen.

Kompetenz
Kompetenzen sind „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen
Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“
(Weinert 2001, S. 27f.)
In der Praxis der beruflichen Bildung hat sich in den 90er Jahren eingebürgert von vier Kernkompetenzen auszugehen, aus der sich alle weiteren Kompetenzen ableiten lassen: Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen, soziale Kompetenzen und personale Kompetenzen. Diese vier Kompetenzbereiche ergeben die Handlungskompetenz.

Kompetenzbilanzierung
Zur Erfassung bzw. Diagnose von Kompetenzen stehen heute mehrere qualitative und quantitative Verfahren zur Verfügung. Sie basieren auf Beobachtung, mündlicher und/oder schriftlicher Befragung, Materialanalyse (z.B. Portfolio, Bilder, Arbeitsprodukte)
sowie auf Mischverfahren wie Kompetenzbilanzen/Kompetenzpässe und Assessment-Center (vgl. Strauch/Jütten/Mania 2009, S. 40)

Personalentwicklung (PE)
Personalentwicklung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die geeignet sind, die Handlungskompetenz der Mitarbeiter weiter zu entwickeln, zu erhalten und ständig zu erneuern. Ziel ist es, den Unternehmenserfolg unter weitgehender Berücksichtigung der Potenziale und Interessen der Mitarbeiter zu sichern. Weiterbildungsmaßnahmen sind wichtige Bestandteile der Personalentwicklung.

Persönlichkeitseigenschaften
Persönlichkeitseigenschaften wie z. B. Offenheit und Verträglichkeit sind Personen zugeschriebene Eigenschaften, die sich im Vergleich zu Kompetenzen nur schwer und kaum gezielt ändern lassen. (vgl. Heyse/Erpenbeck 2009, S. 3)

Potenzial
Das Potenzial umfasst gleich drei der bisher genannten Begriffe: „Potenziale sind Komplexe von Persönlichkeitseigenschaften, Talenten und Kompetenzen, die für die Bewältigung offener, aber zielgerichtet zu umreißender, konkreter Aufgaben notwendig sind“ (Heyse/Erpenbeck 2009, S. 6)

Organisationsentwicklung (OE)
Diese bezieht sich auf die Entwicklung von Mitarbeitern und Gruppen in ihren organisatorischen Einheiten. OE bezeichnet eine Vielzahl von Methoden und Maßnahmen mit dem Ziel der langfristigen, systematischen Veränderung bzw. Entwicklung von Organisationsstrukturen und -prozessen. Organisationsentwicklung ist eine Veränderungsstrategie, bei der die aktive Beteiligung der Mitarbeiter Voraussetzung ist. Weiterbildungen sind Bestandteil der Organisationsentwicklung.

Qualifikation
Qualifikation ist im Vergleich zur Kompetenz ein rein arbeitsbezogener Begriff. Sie ist „das formale Ergebnis eines Beurteilungs- und Validierungsprozesses, bei dem eine dafür zuständige Stelle festgestellt hat, dass die Lernergebnisse einer Person vorgegebenen
Standards entsprechen“
(Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2006, S. 17)

Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens, die der Schaffung, Sicherung und Verbesserung der Qualität dienen.

Wissen
Wissen wird in zahlreiche Unterscheidungen gegliedert. Als „Kenntnis“ ist Wissen ein konstituierendes Merkmal der Kompetenz. Manchmal wird unter Wissen aber
auch die Gesamtheit dessen verstanden, wozu ein Mensch fähig ist, weshalb Wissen der Gesamtanzahl der Kompetenzen nahe kommt.

Transfersicherung
Alle Maßnahmen, die vor, während und nach einer Qualifizierung getroffen werden können, um die optimale Anwendung von Lerninhalten im betrieblichen Funktionsfeld sicherzustellen und damit den Nutzen betrieblicher Weiterbildung zu steigern.

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